Mediale Moderne

Auf dieser Seite finden Sie eine Kurzcharakteristik dessen, was unter dem Titel Mediale Moderne zu verstehen ist, nämlich eine bestimmte Gesellschaftstheorie.

Der eigentliche Blog („Startseite“) dient dem Austausch und der öffentlich-gemeinsamen Weiterentwicklung.
Die anderen Seiten machen Persönliches kenntlich („Anliegen“) oder dienen der Dokumentation eigener wissenschaftlicher (Vor-)Arbeiten zu dieser Gesellschaftstheorie. Das „Glossar der Moderne“ ist eine Erläuterung dieser Kurzcharakteristik.
Erste Veröffentlichungen zu Mediale Moderne sind am Ende dieser Seite aufgelistet.


Mediale Moderne ist eine Gesellschaftstheorie.

Behauptet wird für moderne Gesellschaften eine prinzipielle Vermitteltheit aller Mensch-Mensch-Welt-Verhältnisse – eine Umstellung von zweistelliger Inter-Subjektivität auf dreistellige Bürgerschaftlichkeit: interpersonale Verhältnisse leben nun im Medium der Staatsbürgerschaft

Den Namen Mediale Moderne und zahlreiche Anregungen habe ich von Claus-Artur Scheier übernommen. Die verbindende gemeinsame Überzeugung ist, wie mir scheint, der Grundgedanke der Historizität des Logischen

Das ist eine Umstellung des Rechts des Stärkeren auf Rechtsstaatlichkeit – von dignitas auf Menschenwürde – von Ehre auf Würde

Mediale Moderne steht für

  • eine strikt historische Denkungsart: Behauptet ist ein historischer Bruch Vormoderne | Moderne, der sich in den Bürgerlichen Revolutionen manifestiert und in den Menschenrechts-Erklärungen deklariert ist
  • einen Überbegriff für verschiedene moderne Gesellschaftsformationen: Bürgerliche Gesellschaften, Realsozialistische Republiken, Faschistische Diktaturen, Postkommunistische Gesellschaften
    Moderne
    ist synonym mit Bürgerliche Gesellschaft :: Gesellschaft der Citoyens
    im Unterschied zu Bürgerliche Gesellschaften :: Gesellschaften von Citoyens unter der Herrschaftsform der Bourgeoisie
  • eine qualitative Differenz in Form einer Reflexionsstufe innerhalb der Epoche der Moderne: Die Unterscheidung von „staatsbürgerlicher Moderne“ („klassische Moderne“) und „weltbürgerlicher Moderne“ („Postmoderne“), manifestiert in der Gründung der UNO und deklariert in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte von 1948

Mediale Moderne

  • bündelt meine eigenen politisch-philosophischen Interessen
  • ist in der Zeit von 2011-2014 mit der spezifischen Fragestellung der Verortung des Sports in modernen Gesellschaften in dem Forschungsschwerpunkt Sport der medialen Moderne gemeinsam mit Kollegen und Kolleginnen der Deutschen Sporthochschule Köln bearbeitet und weiterentwickelt
  • bezieht sich hier ausschließlich auf eigene Arbeiten, nicht aber auf ein gegebenenfalls anderes Verständnis im Rahmen jenes gemeinsamen Forschungsschwerpunktes

Veröffentlichungen zu Mediale Moderne

Johnen, Simon (2016): Die Entwicklung von Leistung und Erfolg im Wettkampfsport der Medialen Moderne. Ein Vergleich mit den Prinzipien der Ökonomie. Berlin: Lehmanns Media.

Schürmann, Volker/ Mittag, Jürgen/ Stibbe, Günter/ Nieland, Jörg-Uwe & Haut, Jan (Hg.) (2016): Bewegungskulturen im Wandel. Der Sport der Medialen Moderne – Gesellschaftstheoretische Verortungen. Bielefeld: transcript. Darin:

  • Nieland, Jörg-Uwe/ Schürmann, Volker/ Stibbe, Günter & Haut, Jan: Einleitung, 9-23.
  • Schürmann, Volker: Warum Gesellschaftstheorie und warum diese? Zu den Grundlagen von Mediale Moderne, 27-43.

Schürmann, Volker (2016): Zur Unterscheidung von Gesellschaftstheorie und Sozialtheorien. In: V. Schürmann (2016): Naturdialektik als kritische Prozess-Ontologie. (Tätigkeitstheorie. E-Journal, Heft 13/2015). Hg. v. Georg Rückriem und Hartmut Giest. Berlin: lehmanns media, 105-115. Online

Schürmann, Volker (2014): Bürgerschaftlichkeit statt Intersubjektivität. In: Claus Baumann et al. (Hg.) (2014): Philosophie der Praxis und die Praxis der Philosophie. Münster: Westfälisches Dampfboot, 16-31.

Böckelmann, Janine; Johnen, Simon & Schürmann, Volker (2013): Sport der Medialen Moderne. Ein gesellschaftstheoretischer Entwurf. In: Sport und Gesellschaft 10 (2013) 2, 119-142.

Schürmann, Volker (Hg.) (2012): Sport und Zivilgesellschaft. Berlin: lehmanns media. Darin von mir:

  • Sport und Zivilgesellschaft. Zur Einführung, 7-18.
  • Sport als Zivilreligion!?, 117-140.

Schürmann, Volker (2010): Prototypen. Zur Methodologie einer Hermeneutik des Sports. In: Sport und Gesellschaft 7 (2010) 3, 236-257.

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