Splitter 2013_1

Unter dem Titel „Keiner irrt so klug wie Diderot“ schreibt Volker Breidecker heute in der Süddeutschen Zeitung:
„Diderot ist ein wunderbarer Erzähler und Causeur, dessen (wenige) Irrtümer weit mehr Charme und Esprit besitzen als alle Rechthaberei unserer Schulphilosophen. Wer Diderot so lieben lernt, wird nie mehr Heidegger lesen wollen.“
Welch wunderbarer und geistvoller Irrtum. Ein kleines Beispiel für die seltene Dialektik, dass eine historische Ungerechtigkeit zum denkerischen Fortschritt beitragen könnte.
Als Ankündigung von:
Denis Diderot: Philosophische Schriften. Hrsg. v. A. Becker. Berlin: Suhrkamp 2013.

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Über vschuer

Professur für Philosophie an der Deutschen Sporthochschule Köln
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2 Antworten zu Splitter 2013_1

  1. Lisa Rosa schreibt:

    Was meinst du denn mit der „historischen Ungerechtigkeit“?

    • vschuer schreibt:

      Na, ich meine, dass Heidegger zu wichtig ist, um ihn nicht mehr zu lesen. Aber wunderbar finde ich, das erst einmal so: „Diderot-Lektüre schützt vor Heidegger“ zu formulieren.

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